Man meint, ein Taylor-Swift-Konzert verkauft sich quasi von allein. 16.000 Tickets sind oft schneller weg, als du „ausverkauft“ tippen kannst. Und trotzdem steht und fällt der ganze Abend, vom ersten Klick im Ticketshop bis zum letzten Song, mit einem System, das im Hintergrund reibungslos läuft. Genau diese Erkenntnis, alles beginnt mit dem Ticketkauf, treibt gerade die großen Arenen der Welt um: die Uber Arena in Berlin, die Barclays Arena in Hamburg, die O2 Arena in London.
Jan Kienappel führt als COO und CFO die deutschen Geschäfte der Anschutz Entertainment Group, also genau diese Häuser in Berlin und Hamburg. Im SPOBIS-Interview vom 11. August 2026 erklärt er, warum sein Geschäft nicht mehr über die Zahl der Veranstaltungen wächst, sondern über die Qualität des Abends. Wir haben das Gespräch gelesen und acht Learnings herausgezogen, die sich eins zu eins auf Yoga, Pilates und Movement übertragen lassen.
1. Wachstum entsteht nicht durch mehr Kurse
Die Arenen sind voll, trotzdem lautet die erste Antwort auf die Wachstumsfrage nicht „mehr Veranstaltungen“. Der Grund ist banal und gilt bei dir genauso: Ein Haus lässt sich nur 365 Tage im Jahr öffnen, und zwischen zwei Terminen brauchst du Auf- und Abbau. Im Sommer kommt die Konkurrenz durch Draußen-Angebote dazu.
Dein Kursplan hat dieselbe Decke. Du kannst noch eine Stunde um 6:30 Uhr dazunehmen und noch eine um 21:00 Uhr, aber irgendwann sind Raum, Lehrer:innen und deine eigene Kraft aufgebraucht. Das Wachstum liegt danach an einer anderen Stelle: in der Auslastung der Stunden, die ohnehin stattfinden, und in den Teilnehmenden, die nach der ersten Karte eine zweite kaufen.
Fang hier an: Schau dir an, welche deiner bestehenden Kurse noch Luft nach oben haben, und überleg dir, wie du sie voller machst, bevor du einen neuen Termin dazu packst.
So hilft dir Fyndery dabei: Weil alle Buchungen an einer Stelle zusammenlaufen, siehst du je Kurs, wie voll er wirklich wird, statt es aus Anwesenheitslisten und Erinnerung zusammenzusuchen. Damit weißt du, welche Stunde du stärker bewerben solltest und welche du besser zusammenlegst.
2. Bewertet wird der ganze Abend, nicht nur die Stunde
Früher stand die Veranstaltung im Mittelpunkt. Heute schaut die AEG auf die gesamte Customer Journey, weil Gäste den kompletten Abend bewerten: Wie leicht war der Ticketkauf? Wie läuft die Anreise? Muss ich zwanzig Minuten auf ein Getränk warten? Davon hängt ab, ob jemand sagt: Das war großartig, ich komme wieder.
Bei dir heißt dieselbe Kette: Findet jemand deinen Kursplan überhaupt? Kann er in zwei Minuten vom Handy aus buchen und bezahlen, oder muss er eine Mail schreiben und auf Antwort warten? Ist klar, wo die Tür ist, wo die Matten liegen, wie früh man da sein soll? Kommt nach der Stunde noch etwas, oder endet der Kontakt am Ausgang?
Die Stunde selbst ist meistens gut. Verloren gehen Teilnehmende an den Stellen davor und danach, die niemand für wichtig hält.
Fang hier an: Buch dich selbst einmal als fremde Person in deinen eigenen Kurs ein und schreib jede Stelle auf, an der du stocken würdest.
So hilft dir Fyndery dabei: Genau diese Kette bauen wir für dich zusammen. Deine 1-Klick Website zeigt den aktuellen Kursplan, gebucht wird vom Handy aus in wenigen Schritten, bezahlt mit PayPal, Visa, Mastercard, Apple Pay oder Wero, und die Bestätigung mit allen Infos zur Stunde geht automatisch raus. Du musst dafür nichts von Hand nachtragen, und niemand wartet auf eine Antwort von dir, um einen Platz zu bekommen.
3. Wer die Buchung aus der Hand gibt, gibt die Beziehung aus der Hand
Das stärkste Kapitel des Interviews handelt vom Ticketing. Viele halten es für einen reinen Vertriebskanal, die AEG investiert stattdessen seit Jahren in eine Buchungsplattform, stärker als in Drittanbieter, welche ebenfalls Tickets verkaufen. Die Begründung: Der Ticketkauf ist der erste Kontaktpunkt des Kunden mit dem Konzert. Dieser muss stimmen, auch bei Konzerten von Taylor Swift, und von dort aus läuft alles Weitere, also Infos vor dem Termin, Zusatzangebote, die Kommunikation danach. Wer seine Buchungsprozesse optimiert und richtig nutzt, versteht seine Gäste und kann das Erlebnis verbessern.
Das heißt, dass du ein Buchungstool brauchst statt reiner Drittkanäle. Der Unterschied ist der Zugang: Bei einem eigenen Tool wie Fyndery landen Buchung, Kontaktdaten und Verlauf bei dir. Bei Aggregatoren und Flatrate-Anbietern landet das alles beim Anbieter, du siehst nicht, wer zum dritten Mal da war und wer seit acht Wochen fehlt, du kannst niemanden einladen, weil du keine Einwilligung und keine Adresse hast. Und wenn der Kanal seine Regeln ändert, ändert sich dein Geschäft mit.
Die gesunde Aufteilung ist nicht „entweder oder“, sondern eine klare Rollenverteilung: Drittkanäle bringen neue Gesichter, dein eigenes Buchungstool macht daraus Stammgäste, die dir gehören.
Fang hier an: Überprüfe, wie viel Prozent deiner Buchungen heute über fremde Kanäle laufen. Alles über der Hälfte ist ein Klumpenrisiko.
So hilft dir Fyndery dabei: Genau dafür steht Fyndery, für deine Unabhängigkeit. Buchung, Zahlung, Website, Marketing und Community laufen bei dir zusammen, und entlang jeder Buchung sammelst du Newsletter-Kontakte, die du später gezielt einladen kannst. Reichweite von außen schließt das nicht aus, ohne dass du deine Datenhoheit aufgibst: Über die Anbindung an Urban Sports Club bleibt dein Kursplan zusätzlich dort sichtbar, die Buchung und deine Kundenbeziehung laufen aber weiterhin über deine eigene Plattform, du pflegst kein zweites System und musst keine Kontrolle abgeben. Deine Daten liegen dabei auf Servern in Deutschland und DSGVO-konform.
4. Besondere Formate tragen mehr als ein noch vollerer Plan
Wachstum entsteht bei der AEG heute häufig über Premium-Angebote, weil Gäste für besondere Erlebnisse bereit sind, deutlich mehr auszugeben. Ein Beispiel aus Hamburg: Eine Fläche, die vorher als Sauna-Konzept nicht dauerhaft trug, wurde komplett neu gedacht und als Premium-Bereich wieder eröffnet. Die Nachfrage war so groß, dass sich die Investition innerhalb eines Jahres bezahlt gemacht hat.
Du kennst das Muster aus deinem eigenen Angebot: Ein Workshop am Samstag, eine Kleingruppe mit sechs Plätzen, ein Retreat, eine Serie über acht Wochen mit fester Gruppe. Diese Formate kosten mehr pro Person, sie binden stärker, und sie sprechen die Teilnehmenden an, die ohnehin jede Woche da sind. Der zweite Teil der Geschichte ist genauso wichtig: Das alte Konzept wurde nicht weitergeschleppt, sondern ersetzt. Ein Format, das seit zwei Jahren halb leer läuft, wird nicht durch mehr Werbung besser.
Fang hier an: Plan ein einziges besonderes Format für das nächste Quartal und ersetze dafür einen Kurs, der schon lange nicht mehr richtig trägt.
So hilft dir Fyndery dabei: Du bist nicht auf den wöchentlichen Kurs festgelegt. Workshops, Retreats, Events, Seminare, Coachings und Personal Trainings legst du genauso an und verkaufst sie über denselben Weg. Und weil deine Teilnehmenden schon bei dir gebucht haben, kannst du ihnen das neue Format direkt anbieten, statt es fremden Menschen erst erklären zu müssen.
5. Preise dürfen steigen, aber nicht bis zur Schmerzgrenze
Die Kosten der Branche sind gestiegen, bei Personal, Energie und Logistik, und das landet zwangsläufig in den Ticketpreisen. Trotzdem warnt Kienappel deutlich davor, zu glauben, Preissteigerungen seien grenzenlos möglich. Live-Entertainment lebt davon, dass viele Menschen teilhaben können. Wenn Familien sich ein Konzert nicht mehr leisten können, stimmt etwas nicht. Sein Satz dazu, sinngemäß: Es geht nicht darum, kurzfristig den letzten Euro aus einem Ticket zu holen.
Übertrag das auf deine Preisliste. Deine Miete ist gestiegen, deine Lehrer:innen sollen anständig bezahlt werden, also muss auch dein Preis mit. Das ist kein Grund für ein schlechtes Gewissen. Nur braucht es daneben einen Weg hinein: eine Einsteigerkarte, einen ermäßigten Platz, eine Stunde in der Woche, die günstiger ist. So bleibt dein Studio für die Menschen offen, die deine Community morgen tragen.
Fang hier an: Wenn du erhöhst, sag es aktiv und mit Begründung, statt es still in der Preisliste zu ändern.
So hilft dir Fyndery dabei: Du bildest mehrere Zugänge nebeneinander ab, also Einzelstunde, Karte, Mitgliedschaft und den ermäßigten Platz, ohne dass daraus ein Zettelchaos wird. Und auf unserer Seite gilt derselbe Gedanke: Bei uns zahlst du keine monatliche Grundgebühr, sondern eine Gebühr je Buchung. Deine Kosten steigen also erst, wenn deine Stunden auch wirklich gebucht werden.
6. Zahlen helfen beim Entscheiden, Vertrauen ist die Grundlage
Daten führen zu besseren Entscheidungen, sagt Kienappel: wann Menschen buchen, welche Veranstaltungen welche Zielgruppen ansprechen, welche Zusatzangebote funktionieren. Er stellt allerdings sofort eine Bedingung daneben: Verantwortungsvoll damit umzugehen, ist die Grundlage des Geschäfts.
Dein Studio erzeugt dieselben Daten, sobald die Buchung bei dir liegt. Du siehst, welcher Kurs sich zuerst füllt, an welchem Wochentag der Dienstagabend kippt, wie viele Teilnehmende nach der Zehnerkarte wiederkommen. Das sind die drei, vier Zahlen, mit denen du den Kursplan planst, statt ihn zu vermuten. Und weil Teilnehmende dir Gesundheitsthemen und Zahlungsdaten anvertrauen, gehören DSGVO, Serverstandort und sparsame Datenhaltung nicht in die Fußnote, sondern nach vorne.
Fang hier an: Leg dir drei Zahlen fest, die du monatlich ansiehst: Auslastung je Kurs, Anteil Wiederbuchungen, Zahl neuer Teilnehmender.
So hilft dir Fyndery dabei: Diese Zahlen entstehen von selbst, sobald deine Buchungen und Zahlungen über eine Plattform laufen. Du siehst, welcher Kurs sich zuerst füllt, wer regelmäßig kommt und wo Wiederbuchungen ausbleiben. Die Verantwortung dafür nehmen wir ernst: Server in Deutschland, DSGVO-konform, und die Daten gehören deinem Studio, nicht einem fremden Kanal.
7. Der feste Kursplan ist der Anker, eine Blaupause gibt es nicht
In Deutschland bilden feste Anker-Mieter das Fundament eines erfolgreichen Arena-Betriebs, weil sie Regelmäßigkeit, Identifikation und Bindung an den Standort schaffen. Und trotzdem: Die O2 Arena in London funktioniert hervorragend ganz ohne festes Heimteam, weil dort der internationale Veranstaltungsmarkt so stark ist. Kienappels Schluss: Entscheidend ist nicht das Modell, sondern ob das Gesamtkonzept für den jeweiligen Markt passt.
Dein Anker ist der wöchentliche Kurs, der immer stattfindet, immer zur selben Zeit, immer mit derselben Person vorne. Er bringt selten Rekorde, aber er trägt den Monat. Die Workshops und Retreats sind die Kür darauf. Wie das Verhältnis aussieht, hängt von deinem Ort ab. Ein Studio in der Innenstadt mit Laufkundschaft plant anders als eines im Neubaugebiet, das von zwanzig Stammgästen lebt. Kopier kein Konzept, das bei jemand anderem in einer anderen Stadt funktioniert.
Fang hier an: Benenne deine drei Ankerkurse. Wenn du keine drei findest, ist das dein wichtigstes Thema für dieses Jahr.
So hilft dir Fyndery dabei: Der feste Kursplan steht immer aktuell auf deiner Website, und Teilnehmende buchen die nächste Woche in ein paar Sekunden, weil ihre Daten schon hinterlegt sind. Genau diese kleine Hürde entscheidet oft darüber, ob aus einem guten Vorsatz eine Gewohnheit wird.
8. Ein größerer Raum schafft keine neue Nachfrage
Zum Schluss der nüchternste Satz des Interviews, sinngemäß: Eine neue Arena allein schafft noch keine neuen Veranstaltungen. In Manchester konkurrieren heute zwei sehr gute Häuser um dieselben Tourneen. Bevor sich die AEG an einem Projekt beteiligt, prüft sie deshalb sehr genau, ob der Markt langfristig genug Nachfrage hergibt.
Das ist die Frage vor dem zweiten Standort, vor dem größeren Raum und vor der teuren Renovierung: Habe ich zu wenig Platz oder zu wenig Nachfrage? Wenn deine bestehenden Stunden zu 60 Prozent gefüllt sind, löst der doppelte Raum nichts, er verdoppelt nur die Miete. Wenn du dagegen seit Monaten Wartelisten führst und Menschen wegschicken musst, hast du deinen Business Case.
Fang hier an: Zähl die ausgebuchten Stunden der letzten drei Monate. Das ist deine ehrlichste Antwort auf die Frage nach dem Wachstum.
So hilft dir Fyndery dabei: Du musst diese Frage nicht aus dem Bauch beantworten. In deinen Buchungen steht, wie oft du an die Kapazitätsgrenze kommst und wie oft nicht. Erst wenn diese Zahl stimmt, ist der zweite Raum eine Investition und keine Wette.
Was davon zählt
Ob 16.000 Fans bei einem ausverkauften Konzert oder zwölf Menschen auf der Matte, das Prinzip ist dasselbe: Ein Termin ist organisiert, wenn er im Kalender steht. Ein Erlebnis fängt vorher an und hört nachher nicht auf, und genau dort entscheidet sich, ob jemand nächste Woche wiederkommt. Ein Buchungssystem verwaltet Termine. Wachstum entsteht, wenn du Nachfrage aufbaust, Teilnehmende bindest, dein Angebot sichtbar machst und Wiederbuchungen gezielt förderst.
Genau dafür haben wir Fyndery gebaut: Buchung, Zahlung, 1-Klick Website, Marketing und Community in einer Plattform, damit die Beziehung zu deinen Teilnehmenden bei dir bleibt.
Lass uns über dein Studio sprechen. Im kostenlosen Beratungsgespräch sehen wir uns deinen Kursplan, deine Auslastung und deine Wiederbuchungen gemeinsam an und überlegen, an welcher der acht Stellen bei dir am meisten liegt. Zum kostenlosen Beratungsgespräch